Juli 2026

Ein Festmahl für alle

Ringelblume, Kornblume und Borretsch sind nicht nur bei Bienen und Wildbienen äußerst beliebt, sondern auch für uns Menschen ein echter Genuss. Ihre farbenfrohen Blütenblätter bringen Farbe in Salate oder Desserts. 

Pflanzt doch im nächsten Jahr ein paar essbare Blüten – für mehr Vielfalt im Garten, Nahrung für Insekten und leckere Blüten in eurer Küche. 

Wer Samen zum Aussäen braucht: Wir schenken euch gerne ein kleines Starterkit! 

Bunter Vorrat aus dem Blütenmeer

Von leuchtend gelb bis dunkelrot: Die bunten Pollen in den Waben verraten, welche Blüten unsere Bienen besucht haben. Sie sind eine wichtige Eiweißquelle für das Bienenvolk und zeigen, wie vielfältig das Blütenangebot in der Umgebung ist. Jeder Pollenhaufen ist ein kleines Stück Blütenvielfalt. 

Juni 2026 

Führung am 13.6.

Am Samstag, den 13.6. führen wir Interessierte auf die Historische Apfelwiese. Wir schauen uns die Bienenvölker aus der Ferne und wer möchte auch direkt von Nahem an (genügend Schleiher sind vorhanden). Treffen ist um 15:15 Uhr auf dem Lindenplatz.

Link zur Veranstaltungsbeschreibung.

Gemessen und geprüft

Mit dem Refraktometer messen wir regelmäßig den Wassergehalt unseres Honigs. Besonders hochwertige Honige sollte einen Wassergehalt unter 18 % aufweisen. Unsere Frühtrachthonige liegen aktuell bei 16–17 %.

Frischer Honig

Unser frischer, entdeckelter, geschleuderter und cremig gerührter Honig ist ab sofort erhältlich. Ein Glas kostet 7 €. Auf Wunsch liefern wir direkt nach Hause in Marburg.

Wir freuen uns auf eure Bestellungen!



Mitte Mai 2026 

Die Biene von der Apfelwiese on Tour 

Zwei unserer Bienenvölker genießen weiterhin ein echtes Schlaraffenland am blühenden Rapsfeld zwischen Dagobertshausen und Elnhausen – mitten im summenden Gelb des Frühlings. Hier sammeln unsere Bienen fleißig Nektar für einen besonders milden und aromatischen Rapshonig. 

Flug-Verschnaufpause

Auch unsere Bienen legen mal eine kleine Pause ein: Bei kühlem Wetter und viel Regen wird weniger geflogen, dafür herrscht im Bienenstock umso mehr Betrieb. Während draußen Tropfen fallen, trocknen die Bienen im Volk den frisch eingetragenen Nektar weiter zu leckerem Honig. Wer das imposante Summen eines ganzen Volkes vor Ort einmal live erleben möchte: Schreibt uns gerne an und kommt einmal mit zu unseren Bienen!





Herzlich willkommen auf der Welt

Mit diesem Blick auf eine unserer Brutwaben kannst du gleich mehrere Jungbienen beim Schlüpfen entdecken. Kaum sind die kleinen Neuankömmlinge geschlüpft, werden sie schon von den emsigen Ammenbienen versorgt und behutsam in das Leben im Bienenstock aufgenommen. 

Anfang Mai 2026

Früh am Morgen auf der Apfelwiese

Wenn morgens noch Nebel über der Apfelwiese liegt, beginnt hier langsam das Leben. Die hohe, nur selten gemähte Wiese bietet vielen Insekten, Wildblumen und kleinen Tieren einen wertvollen Lebensraum. Auch unsere Bienenstöcke stehen mitten in dieser natürlichen Umgebung. Komm doch mal mit, wir bieten kostenlose Führungen zu unseren Bienen an.

Der Tau macht sie sichtbar

Zwischen den Gräsern rund um die Beuten haben viele Baldachinspinnen ihre feinen Hängenetze gebaut. Durch die Tautropfen am frühen Morgen werden sie besonders gut sichtbar. Die Spinnen fangen dort kleine Insekten wie Mücken, Blattläuse oder winzige Fliegen – erstaunlich viele dieser Netze sind auf der Apfelwiese zu entdecken.

Abend auf dem Rapsfeld

Goldgelbe Felder, warmer Abendwind und das leise Summen der Bienen.
 Inmitten dieser Landschaft entsteht gerade unser Rapshonig — lokal, naturbelassen und mit viel Sorgfalt begleitet.

April 2026 - Das Bienenjahr ist voll in Gang!

Die Brutzeit beginnt 

Ein faszinierender Einblick in das geschäftige Leben der Bienen mitten im Frühling: Unter jedem einzelnen Zelldeckel wächst eine junge Biene heran. Kaum zu glauben, dass aus diesen unscheinbaren, gedeckelten Zellen innerhalb weniger Tage tausende neue Arbeiterinnen schlüpfen werden. Für einen Moment hält die Jungimkerin hier also nicht nur ein Stück Wachs in der Hand, sondern die Zukunft eines ganzen Volkes.

Willkommene Bestäuber

Im Zentrum der leuchtenden Löwenzahnblüte sammelt die Biene emsig Pollen und Nektar – den süßen Treibstoff des Bienenvolks. Mit jedem Besuch trägt sie nicht nur zur Verpflegung des Volkes bei, sondern bestäubt zugleich die Pflanze.

Mauerbienen im Anflug

Mit den Wildbienen fing unsere Faszination für Bienen an und weiterhin verfolgen wir mit großer Begeisterung die emsige Arbeit der Mauerbienen, die jetzt ihre Eier legen, mit Pollen versorgen und die kleinen Röhren anschließend mit Lehm verschließen. Im Gegensatz zu den Honigbienen leben diese Wildbienen nicht im großen Volk, sondern jede ganz alleine für sich.

Die Biene von der Apfelwiese on Tour

Bienen lieben Raps! Er gehört zu ihren ertragreichsten Nektarquellen. Da es in diesem Frühling rund um unsere Apfelwiese kein größeres Rapsfeld gibt, sind wir mit zwei Völkern ins benachbarte Elnhausen/Dagobertshausen gewandert. Dort eröffnet sich vor den Beuten ein wahres Bienenparadies – ein Meer aus gelben Blüten, das reichlich Nektar und Pollen verspricht. (Und je nachdem,wie viel die Bienen sammeln gibt es für euch und uns vielleicht das eine oder andere Glas schneeweißen, samtcremigen Rapshonigs.) 

Ende März 2026 - der Frühling naht

 

Die Völker brüten bereits kräftig neuen Nachwuchs aus. Auch die reichlich gesammelten Blütenpollen dienen den Larven als proteinreiche Nahrung. Aufgrund der noch niedrigen Temperaturen verbrauchen die wachsenden Völker derzeit jedoch weiterhin einen großen Teil ihrer verbliebenen Wintervorräte. Umso wichtiger ist jeder Sonnenstrahl: Jede Stunde mit mildem Wetter wird genutzt, um in der Umgebung auszuschwärmen und beispielsweise an den Zierkirschen den ersten wertvollen Nektar zu sammeln. 

März 2026

Es wird wieder ausgeflogen

Nach einem kalten, oft weißen Winter kehrt endlich wieder Leben vor den Bienenstöcken ein. An den ersten milderen Tagen fliegen die Bienen wieder aus und kommen mit prall gefüllten Pollenhöschen zurück – leuchtend gelb und manchmal auch rötlich. Gesammelt wird jetzt vor allem an Salweide, Hasel und Erle.

Der Pollen ist der wichtigste Eiweißlieferant im Bienenvolk. Er wird gebraucht, um die ersten Jungbienen des Jahres aufzuziehen. Diese Brut wird noch von den Winterbienen gepflegt, die seit mehreren Monaten im Stock überdauert haben.

Nach und nach erfüllen sie ihre letzte große Aufgabe: Sie ziehen ihre „Nachhut“ groß. Während die Winterbienen allmählich sterben, schlüpfen immer mehr junge Sommerbienen und übernehmen nach und nach das Leben im Volk.

Damit haben die Winterbienen eine echte Meisterleistung vollbracht – sie haben ihre Völker sicher durch den kalten Winter gebracht und den Start in ein neues Bienenjahr ermöglicht.

Danke für euren Einsatz! 🐝 

Die Phänologischen Jahreszeiten

Die phänologische Uhr zeigt den Beginn charakteristischer Jahresphasen anhand typischer Blüten- und Fruchtreifen. Neben dem langjährigen Mittel im äußeren Kreis ist im inneren Kreis auch die aktuelle Situation für 2026 in Hessen dargestellt. Zu sehen ist, dass die Hasel in diesem Jahr etwas früher als üblich blühte. Der Kalender hilft uns abzuschätzen und darauf zu achten, wann wichtige Bienenweiden zu blühen beginnen.
Wer selbst einmal reinschauen möchte, findet hier den Link zur Phänologischen Uhr.

Februar 2026 

Winter auf der Apfelwiese

Die Apfelwiese liegt unter einer weißen Pracht aus Schnee, alles wirkt still und friedlich. Viele Tiere sind in Winterruhe und kommen nur gelegentlich hervor, um nach Futter zu suchen – wie zum Beispiel die faszinierenden Spechte. Gerade diese Vögel, die im Sommer gerne mal eine Biene erbeuten, was völlig in Ordnung ist, können im Winter zu einer ernsthaften Gefahr für unsere Bienenvölker werden. Wie und warum das passiert, und welche Schutzmaßnahmen wir ergreifen, erfahrt ihr hier: 

Winterschutz

Im ausgehenden Winter schützen wir unsere Bienenvölker mit einem Vogelnetz.
Gerade wenn der Boden gefroren und von Schnee bedeckt ist, finden Spechte kaum noch Insektenlarven und suchen nach anderen Nahrungsquellen. Dabei werden sie manchmal auf Bienenvölker aufmerksam, deren leises Summen aus der Wintertraube nach außen dringt. Die Spechte hacken dann mit ihrem kräftigen Schnabel Löcher in die Beuten. Durch den Wärmeverlust stirbt das Bienenvolk dann in den meisten Fällen. Das Vogelnetz wirkt als einfache, aber wirksame Barriere und schützt die Bienen, sodass sie den Winter wohlbehalten überstehen können. 

 



Dezember/Januar 25/26

Winterruhe?

Die Winterruhe eines Bienenvolkes ist alles andere als ein Ausruhen. Bis in den Februar hinein sind die Bienen zwar ruhig, aber ständig in Bewegung: Sie zehren von ihren Futtervorräten und erzeugen durch feine Muskelarbeit Energie und Wärme. Bei Frost ziehen sie sich eng zusammen und bilden die sogenannte Wintertraube. In ihrem Inneren zittern die Bienen mit den Flugmuskeln und halten sich so gegenseitig warm. Dabei entsteht ein ausgeklügeltes Wärmesystem: Im Kern der Traube können Temperaturen von bis zu 30 Grad Celsius erreicht werden, während an der Außenschicht etwa 13 Grad Celsius herrschen. Damit keine Biene auskühlt, wechseln die Tiere regelmäßig ihre Plätze – die äußeren rücken nach innen, die erwärmten nach außen. Die Wintertraube ist damit beeindruckendes Beispiel für Zusammenarbeit, Energieökonomie und Überlebenskunst im Bienenvolk.

Die Apfelwiese von oben

So sehen die Bienen ihre Heimat gerade nicht - aufgrund der kühlen Temperaturen verlassen sie im Moment nicht mehr ihre Behausung.  



November 2025:

Martinsmarkt Michelbach

Im Bienenstock hält nun endgültig der Winter Einzug. Die Winterbienen, die im Gegensatz zu ihren sommerlichen Schwestern mehrere Monate bis in das Frühjahr 2026 hinein leben werden, bereiten sich auf die kalte Jahreszeit vor. Geflogen wird nur noch selten – die meiste Zeit verbringen die Bienen damit, sich im Stock zu wärmen.

Auf dem Michelbacher Martinsmarkt rund um die Kirche konnten wir an unserem Bienenstand viele interessierte Besucherinnen und Besucher begrüßen. Besonders die Kinder hatten große Freude an unserem Spiel „Findest du die Königin?“.

Für dieses Jahr haben wir unseren Honig nahezu vollständig verkauft. Im nächsten Jahr wird es – je nach Trachtlage – ganz sicher wieder frischen Honig geben. Und da unsere Jungvölker dann groß und stark sein werden, vielleicht sogar ein paar Gläser mehr als in diesem Jahr.

Oktober 2025:

Es wird gewogen

Im September haben wir sowohl das große Volk als auch die Jungvölker mit Bienenfutter für den Winter versorgt. Da ein Teil des Futters bereits beim Einlagern verbraucht wird, gleichzeitig aber auch noch Nektar vom Springkraut eingetragen wurde, wiegen wir die Völker im Oktober mit einer Kofferwaage. So können wir berechnen, wie viel „Wintervorrat“ tatsächlich eingelagert wurde.
 Je nach Volksgröße bringt eine Beute mit Bienen und Winterfutter schließlich zwischen 30 und 40 Kilogramm auf die Waage. 

September 2025:

Fruchtiger Spätsommer

Im September ist es Zeit, einen Teil des Sommerhonigs zu rühren. Dafür wird der kühl gelagerte Honig über eine Woche hinweg ein- bis zweimal täglich im Eimer mit einem großen Handrührer kurz bewegt. Durch dieses regelmäßige Rühren kristallisiert der Honig besonders fein aus und erhält seine zarte, cremige Konsistenz – ein Genuss, der den Spätsommer auf ganz besondere Weise einfängt.  

Schotten dicht!

Wenn der Sommer sich dem Ende zuneigt, verkleinern wir das Flugloch an der Beute auf genau eine Bienenbreite – genug Platz für die eigenen Arbeiterinnen, aber zu eng für ungebetene Gäste. So können die Wächterinnen (Foto oben) ihr Volk leichter vor hungrigen Hornissen, lästigen Wespen oder räuberischen Bienen aus fremden Stöcken verteidigen.

Foto aus Arndt/Tautz: Honigbienen 2025

August 2025:

Gestreckter Honig in unseren Supermärkten 

Am 5. August läuft im ZDF die frontal Dokumentation Fake Honig: eine süße Illusion, die die bisherigen Verdachtsfälle zu gestrecktem Honig in deutschen Supermärkten auf dramatische Art und Weise unterstreicht: "Die Analyseergebnisse zeigen leider, dass der Großteil dieser Honigproben [aus deutschen Supermärkten], die Sie uns für die Honiganalytik geschickt haben, nicht als Honige einzustufen sind." (Professor Michael Traugott; Analyselabor Sinsoma).  

"Der finanzielle Anreiz, Honig mit Zuckersirup zu strecken, ist für viele Hersteller und Händler groß. Denn billiger Glucose-Fructose-Sirup, etwa aus Reis oder Zuckerrüben, kostet nur einen Bruchteil, verglichen mit echtem Bienenhonig."(ZDF) Wieso das nicht auffällt? Leider gelingt es noch nicht einmal Honigexperten, gestreckten "Honig" herauszuschmecken... Die Dokumentation ist in der ZDF Mediathek abrufbar. Fazit: Wer wirklich sicher gehen möchte, dass im Honigglas auch wirklich nur Honig ist, der sollte ihn bei lokalen Imkerinnen und Imkern erwerben!

Geisterbienen?

Im Moment sammeln unsere Bienen fleißig Pollen und Nektar an den benachbarten Lahnwiesen: Dort wächst das Drüsige Springkraut. Unter dem Aspekt des Naturschutzes ist dieser Neophyt, also eine eingewanderte Pflanze, die heimische Pflanzenarten verdrängen kann, umstritten - nichtsdestotrotz ist sie eine ganz bedeutende Bienenweide im Spätsommer, wenn die Bienen sonst kaum noch Futterpflanzen finden. Sie liefert große Mengen Nektar, den die Bienen zu Honig verarbeiten und für den Winter einlagern. (100% des Honigs, den unsere Bienen nach Anfang Juli erzeugen, bleibt bei den Bienenvölkern als Winternahrung.) Auch der weiße Pollen ist sehr hochwertig und dient als Nahrung für die Bienenlarven.

Bienen, die diesen Nektar und Pollen gesammelt haben, kommen weiß-gräulich eingepudert zurück in den Bienenstock geflogen, was man selbst mit bloßem Auge schon beim Anflug erkennen kann.


Siehst du den Unterschied?

Hier erkennt man sehr schön den farblichen Unterschied der gerade eingeflogenen "ergrauten" Sammlerin mit Springkrautpollen (oben) sowie der herkömmlich gefärbten Wächterin am Eingang des Stocks (unten).

Neu gegen Alt:

Der August ist auch die Zeit für uns, im Brutraum des Altvolkes alte gegen neue Waben auszutauschen. Auf dem Foto siehst du links eine zwei bis drei Jahre alte Brutwabe.  Die Konkonreste der geschlüpften Bienen hat sie dunkel gefärbt. Jedes Mal, wenn eine Bienenlarve sich verpuppt, spinnt sie einen feinen Kokon. Dieser bleibt nach dem Schlupf der Jungbiene in der Zelle zurück und lässt sich von den Arbeiterinnen nicht vollständig entfernen. Mit jeder neuen Brutgeneration lagern sich also weitere Schichten Kokonmaterial in den Zellen ab, die diese dunkler werden lassen. Diese alten Brutwaben entnehmen wir und ersetzen sie durch neue, bereits von den Bienen ausgebaute und diesen Sommer ausgeschleuderte Honigwaben.

Juli 2025:

Im Juli stehen einige Arbeiten bei den Bienenvölkern an:  So konnten wir köstlichen Sommerblütenhonig ernten, schleudern und abfüllen.
 

Anschließend erfolgte die Behandlung gegen die Varroamilbe, indem zwei mit Ameisensäure getränkte Streifen für eine Woche zwischen die Bruträume gelegt wurden. Die Bienen mögen diese Bienenmedizin zwar nicht besonders, aber sie schadet ihnen nicht – nur den Varroamilben, und das hilft, die Völker gesund zu halten. Seit Ende der 1970er-Jahre ist dieser Parasit in Deutschland verbreitet.
Ohne die Unterstützung der Imker könnten viele Bienenvölker den Winter nicht überleben, da sie durch die Milben zu stark geschwächt würden. 

Selbst das sanftmütigste Volk kann im Hochsommer etwas unruhiger sein, daher arbeiten wir jetzt an allen Völkern mit Schleiher, wie hier bei den beiden Jungvölkern.

Auch wenn die Bienen weiterhin einige Nektarpflanzen anfliegen, unterstützen wir sie bereits jetzt regelmäßig mit zusätzlichem Bienenfutter.

Besonders unser Jungvolk Biene, das wir auf dem vorigen Foto oben durchsehen, ist derzeit sehr aktiv: Es wächst stetig und baut kräftig neue Waben aus. Dabei nutzen die Bienen Mittelwände, die wir ihnen zur Verfügung stellen – das sind Rähmchen mit einer dünnen Wachsschicht, die als Vorlage dient. Die restlichen Wabenzellen bauen die Bienen dann selbst aus ihrem eigenen Wachs.

Jeder Tropfen Nektar oder Bienenfutter, der daneben geht, wird sofort von den fleißigen Bienen aufgenommen. Dabei ist gut der rötlich-braune Bienenrüssel zu erkennen: Er besteht aus zwei umgeformten Unterkiefern, die eine Unterlippe umschließen und gemeinsam den Rüssel bilden. Im Inneren sorgen sogenannte Cibarialpumpen für einen Unterdruck, mit dem die Bienen die Flüssigkeit nach oben saugen. 

Reges Treiben auf dieser Wabe aus dem Junkvolk.

Schaut man genauer hin, erkennt man verdeckelten Honig als Wintervorrat (grüner Pfeil), verdeckelte Bienenpuppen, aus denen bald junge Bienen schlüpfen (blauer Pfeil), und eine große, weiße Bienenlarve (roter Pfeil).